Jana Haas – Engelmedium vom Bodensee

Veröffentlicht am 2026-07-14 · 7 Min. Lesezeit

Jana Haas (geb. 1979 in Kasachstan) gehört zu den bekanntesten Engelmedien des deutschsprachigen Raums. Über 15 Bücher hat sie veröffentlicht, darunter den Spiegel-Bestseller Der Blick hinter den Horizont; seit 2005 führt sie ihr eigenes Institut am Bodensee. Am Anfang ihres Weges steht ein Erlebnis, das sie mit sechs Jahren an einem Fluss hatte – und das ihr Leben geprägt hat.

Eine Kindheit in Kasachstan

Jana Haas wurde am 27. März 1979 in Zelinograd geboren, dem heutigen Astana, damals Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik. Ihre Vorfahren mütterlicherseits waren Wolgadeutsche – jene deutschen Siedler, deren Familien im 18. Jahrhundert nach Russland ausgewandert und unter Stalin nach Zentralasien deportiert worden waren. Zur Schule ging sie in Pawlodar.

Nach eigener Darstellung nimmt sie die geistige Welt seit frühester Kindheit wahr. Das prägende Ereignis kam mit sechs Jahren: An einem Fluss hatte sie ein erstes bewusstes Nahtoderlebnis, bei dem sich ihr nach ihren Worten die jenseitige Welt öffnete. Was Menschen mit Nahtoderfahrungen häufig berichten – dass das Erlebnis den weiteren Lebensweg neu ausrichtet –, lässt sich an ihrer Biografie geradezu ablesen.

Immobilienkauffrau mit Hellsicht

1992 wanderte die Familie nach Deutschland aus und ließ sich in der Nähe von Bonn nieder. Jana Haas machte ihren Realschulabschluss, besuchte die Höhere Handelsschule und absolvierte eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau – ein denkbar bodenständiger Start für jemanden, der nach eigenen Worten die geistige Welt „genauso deutlich sehen kann wie die materielle".

„Ich kann die geistige Welt genauso deutlich sehen wie die materielle."

Diese Doppelspur – bürgerlicher Beruf hier, ungewöhnliche Wahrnehmung dort – kennt man von vielen Medien-Biografien: Dolly Röschli war Flugbegleiterin, Pascal Voggenhuber Schauspieler, Sam Hess Förster, Paul Meek Opernsänger, und auch Birgit Fischer machte ihre Wahrnehmungen erst im Erwachsenenalter zum Beruf. Bei Jana Haas dauerte es bis Mitte zwanzig, ehe sie die Wahrnehmung zum Beruf machte.

Das Cosmogetic-Institut

Im Herbst 2005 gründete sie ihr eigenes Institut am Bodensee, in dem sie bis heute Seminare, Schulungen und Ausbildungen anbietet. Aus ihrer Arbeit entstand die Cosmogetic-Methode – eine eigene Verbindung aus Energiearbeit, Engelkommunikation und Lebensschule mit mehrjährig aufgebauten Ausbildungsgängen: der Cosmogetische Seelenbegleiter für Trauer- und Sterbebegleitung, Cosmogetic Healing und der Cosmogetic Life Coach. Wer prüfen will, ob eine solche Schulung zu ihm passt, findet in unserem Artikel Hellsichtigkeit lernen eine Einordnung, was mediale Ausbildungen leisten können.

Auffällig ist die Preisgestaltung ihrer persönlichen Angebote: Individuelle Engelbotschaften übermittelt sie in zweistündigen Zoom-Gruppenterminen für 50 Franken bzw. Euro, einstündige Fernbehandlungen kosten 30. Das Gruppenformat hält die Schwelle bewusst niedrig – in einem Markt, in dem Einzelsitzungen bekannter Medien schnell das Vielfache kosten, ist das eine Ansage. Die Termine sind entsprechend schnell ausgebucht.

Über 15 Bücher

Seit 2008 veröffentlicht Jana Haas in großen Publikumsverlagen – Ullstein, Knaur, Arkana. Ihre Themen: Engel und Schutzengel, jenseitige Welten, Heilung und Lebensführung. Der Blick hinter den Horizont wurde zum Spiegel-Bestseller; 2020 erschien bei Arkana ihre Autobiografie Mein Seelenweg ins Licht, die den Bogen von der Kindheit in Kasachstan bis zur heutigen Arbeit schlägt.

Einem breiteren Fernsehpublikum wurde sie früh bekannt: Bereits im Januar 2008 war sie Gast in der SWR-Talkshow Nachtcafé – zu einer Zeit, als Engelmedien im deutschen Fernsehen noch eine Kuriosität waren. Es folgten Kongresse, TV- und Pressebeiträge sowie mehrere ausführliche Interviews bei MYSTICA.TV – ihr großes Gespräch „Mein Leben als Medium und Seelenbegleiterin" findet sich auf unserer Wissen-Seite.

Kinderhilfe in Russland

Weniger bekannt, aber bezeichnend: 2010 gründete sie den Verein Jana Haas – Kinderhilfe in Russland e.V., der behinderte Kinder in Russland unterstützt. Die Frau, die als Kind aus der zerfallenden Sowjetunion nach Deutschland kam, gibt damit etwas an ihre alte Heimat zurück – ein Engagement, das unabhängig von jeder Haltung zur Engelfrage Respekt verdient.

Warum Jana Haas interessant ist

  • Eine eigene Spur: Während die meisten bekannten Medien über Jenseitskontakte arbeiten, hat Jana Haas die Engelkommunikation ins Zentrum gestellt – mit eigener Methode und eigenem Institut seit 2005.
  • Nahtoderlebnis als Ausgangspunkt: Ihr Weg beginnt nicht mit Esoterik-Seminaren, sondern mit einem Kindheitserlebnis, wie es die Nahtodforschung vielfach dokumentiert hat.
  • Niederschwellige Formate: Gruppentermine für 30 bis 50 Franken statt teurer Einzelsitzungen.
  • Konstanz und Substanz: Zwanzig Jahre Institutsarbeit, über 15 Bücher in großen Verlagen, karitatives Engagement.

Jana Haas zeigt eine stille Spielart des medialen Berufs: kein Bühnenspektakel, sondern Bücher, Schulungen und Gruppenarbeit – getragen von einer Wahrnehmung, die sie seit ihrer Kindheit am Fluss in Kasachstan begleitet.

→ Weiterlesen: Wie erkenne ich ein seriöses Medium?