Sam Hess (1951–2025): Der Schweizer Förster, der zwischen den Welten lebte

Veröffentlicht am 2026-05-15 · 8 Min. Lesezeit

Sam Hess war 35 Jahre lang Förster in einem Schweizer Bergdorf und sein ganzes Leben hellsichtig. Als er 2025 mit 73 Jahren starb, hinterließ er Bücher, Dokumentationen und eine Botschaft, die er nüchtern und ohne Pathos vertrat: „Es gibt keinen Tod."

Geboren in eine alpine Tradition

Sam Hess wurde 1951 als Kind einer Försterfamilie in einem Schweizer Bergdorf geboren. Hellsichtig war er von früher Kindheit an. Begegnungen mit den Geistern Verstorbener und mit Naturwesen waren in seinem Familien- und Dorfumfeld keine Sensation, sondern Teil der Wirklichkeit, in die er hineinwuchs.

Was ihn von vielen anderen Medien unterscheidet, ist diese Wurzel: Er steht nicht in der britischen Spiritualismus-Tradition, die Paul Meek oder Pascal Voggenhuber über das Arthur Findlay College aufgenommen haben. Hess wuchs in der alten alpinen Linie der Hellseher und Heiler auf – einer mündlich weitergegebenen Tradition, die in den Schweizer Bergen seit Jahrhunderten besteht.

Förster und Medium parallel

35 Jahre arbeitete Sam Hess im Forstdienst. Der Wald war sein Berufsalltag und gleichzeitig der Raum, in dem ihm Verstorbene und Naturwesen begegneten. Sein mediales Wirken blieb lange im persönlichen Umfeld: Familien aus der Region kamen zu ihm, wenn jemand gestorben war, wenn ein Haus „nicht ruhig" war oder wenn Krankheit nicht erklärbar schien.

Erst in der zweiten Lebenshälfte öffnete er sich für eine größere Öffentlichkeit – über Bücher, Interviews und Dokumentarfilme. Dieser späte und stille Weg ist ungewöhnlich. Hess hat nie eine Bühne gesucht; die Bühne kam zu ihm.

„Es gibt keinen Tod – das Bewusstsein existiert weiter, wenn der Körper geht."

Was er getan hat

  • Jenseitskontakte: Gespräche mit Verstorbenen für Hinterbliebene – mit klarer Unterscheidung zwischen eigenen Gedanken und medialen Eindrücken, die er selbst in seinen Interviews immer wieder thematisierte.
  • Hausreinigungen: Befreiung von Wohnungen und Häusern von belastenden Energien oder gebundenen Seelen – ein Thema, das in seiner alpinen Tradition fest verwurzelt ist.
  • Heilarbeit: Anwendung seiner Hellsicht in gesundheitlichen Fragen, oft im Verbund mit der lokalen Heilertradition.

Themen, die er klärte

Hess hat in zahlreichen Interviews und Büchern Themen besprochen, die andere Medien gerne meiden:

  • Suizid aus jenseitiger Sicht: behutsam und ohne moralische Verurteilung. Er sprach offen über die Folgen, aber auch über die Hoffnung, die er aus der geistigen Welt zurückbrachte – ein Thema, das Hinterbliebenen oft hilft.
  • Naturgeister: in seinem Buch Die Welt der Naturgeister beschreibt er Wesenheiten, die in der alpinen Tradition vertraut sind und in der modernen Welt fast vollständig vergessen wurden.
  • Die Seele auf dem Weg zur universellen Einheit: in dem mit Pier Hänni und Vreny Hess-Kurmann verfassten Buch Verbindung in die jenseitige Welt wird der Übergang als ein Weg beschrieben, nicht als ein Ende.

Sein Vermächtnis

Sam Hess hinterlässt ein ungewöhnlich dichtes, dokumentiertes Werk für ein Medium, das nie auf einer Showbühne stand:

  • Bücher (AT Verlag): Wanderer in zwei Welten (mit Pier Hänni), Verbindung in die jenseitige Welt (mit Pier Hänni und Vreny Hess-Kurmann), Die Welt der Naturgeister, Rituelle Hausräucherung.
  • Dokumentarfilme:Fenster zum Jenseits (2012, Regie: O'Neil Bürgi), Die weisse Arche (2016, Regie: Edwin Beeler), und ein ausführliches Interview in Illusion Tod (Regie: Johann Nepomuk Maier).
  • Video-Interviews auf Wissen: mehrere Gespräche bei Thanatos TV und beim Kanal Empirische Jenseitsforschung, darunter sein behutsamer Beitrag über Suizid und die Folgen aus jenseitiger Sicht.

Warum Sam Hess wichtig bleibt

  • Eigene Wurzel: Er steht für eine alt-schweizerische Linie der Hellsichtigkeit – keine importierte Schule, sondern eine lokale Tradition mit eigener Sprache und eigenen Bildern.
  • Glaubwürdigkeit durch ein stilles Doppelleben: 35 Jahre Förster im Hauptberuf, mediales Wirken nebenher. Ein Lebensweg, der nicht inszeniert wirkt, sondern gewachsen ist.
  • Behutsamkeit bei schweren Themen: Trauer, Suizid, gebundene Seelen. Hess sprach darüber so, dass Betroffene zuhören konnten, ohne sich verurteilt zu fühlen.
  • Dokumentiertes Vermächtnis: Filme, Bücher, Interviews. Sein Wirken bleibt nach 2025 zugänglich – für alle, die später Fragen mitbringen.

Sam Hess war kein Bühnen-Medium und kein TV-Star. Er war einer, der die zwei Welten leise und gleichzeitig deutlich miteinander verband – über ein ganzes Berufsleben hinweg. Genau diese Mischung aus Bodenständigkeit und Hellsicht macht sein Werk dauerhaft.

Über sein Berater-Profil bei HeavenConnect ist seine eigene Webseite weiterhin erreichbar – mit Hintergrund zu seiner Arbeit, seinen Büchern und weiterführenden Informationen.