Kim-Anne Jannes (geb. 1971 in Solingen) gehört seit über zwanzig Jahren zu den bekanntesten deutschsprachigen Medien. Sie lebt heute in der Schweiz, leitet dort ihre eigene Seminareinrichtung – die Flügelwerkstatt –, arbeitet vor allem in Einzelsitzungen und in mehrtägigen Workshops, und ist einem großen deutschen TV-Publikum durch Auftritte in der Fliege-Sendung, in Galileo Mystery (Pro7), in der RTL-Reihe Das Medium und auch in der ARD-Sendung maischberger bekannt geworden. Ein freundliches, schlicht erzähltes Porträt einer Frau, die sich selbst seit ihrer Kindheit als „Medium" bezeichnet und die diese Arbeit zu einem ungewöhnlich öffentlich sichtbaren Beruf gemacht hat.
Herkunft und früher Lebensweg
Kim-Anne Jannes wurde 1971 in Solingen, im westlichen Nordrhein-Westfalen, geboren. In Interviews und in ihren Büchern beschreibt sie, dass sie ihre medialen Wahrnehmungen schon als Kind hatte: Sie habe Bilder, Gefühle und Stimmen wahrgenommen, die nicht zu dem gehörten, was vor ihren physischen Augen geschah. Ihre Familie habe diese Wahrnehmungen unterschiedlich aufgenommen – mal verstörend, mal akzeptierend. Im Erwachsenenalter hat Jannes diese Gabe nicht mehr versteckt, sondern systematisch zu ihrem Beruf gemacht.
Ihre praktische Arbeit als Medium begann sie in den 1990er Jahren. Mit der Zeit wurde sie zur ersten Anlaufstelle für deutschsprachige Klienten und Klientinnen, die nach dem Tod eines Angehörigen den Eindruck haben, dass die Beziehung damit nicht zu Ende sein muss. Diese ruhige Einzelarbeit – nicht die Bühne – ist ihr eigentliches Geschäft.
Bücher
Jannes hat über die Jahre mehrere Bücher publiziert, in einer einfachen, gut lesbaren Sprache, die sich ausdrücklich auch an Leserinnen und Leser ohne esoterische Vorbildung richtet. Das bekannteste ist Das Jenseits und die geistige Welt. Meine Arbeit als Medium, erschienen bei Droemer Knaur in München (mehrere Auflagen seit 2014). Sie erklärt darin ohne theoretischen Aufwand, wie sie selbst Kontakt zu Verstorbenen erlebt, welche Fragen ihr in Sitzungen am häufigsten gestellt werden und wie sie ihre Arbeit methodisch aufgebaut hat. Das Buch enthält auch praktische Übungen, mit denen Lesende ihre eigene Intuition trainieren können. Weitere Bücher behandeln Themen wie die Begleitung Sterbender, Trauerprozesse und die Frage, wie das Bewusstsein nach dem körperlichen Tod weiter besteht.
Fernsehauftritte
Anders als viele medial arbeitende Personen hat Kim-Anne Jannes ihre Tätigkeit nie versteckt – sie hat sich umgekehrt öffentlich erklärt. Die wichtigsten dokumentierten Fernsehauftritte:
- RTL: „Ein Gespür für Mord – Hellseher ermitteln" (November 2003).
- Fliege-TV, Hauptthema mediale Arbeit (15. Juni 2004).
- Pro7: „Galileo Mystery – Können Hellseher Verbrechen aufklären?" (29. Juni 2007).
- RTL: „Das Medium" (31. Oktober 2010) – ihre wahrscheinlich bekannteste Sendung, in der sie zusammen mit der Witwe Freya Barschel den Tod Uwe Barschels von 1987 medial untersuchte. Ein Experiment, das damals die Gemüter der Republik erhitzte – die mediale Untersuchung des Todes eines ehemaligen Ministerpräsidenten zur besten Sendezeit war ein mediengeschichtlicher Eklat. Wir behandeln diese Sendung ausführlich in unserem Beitrag Kim-Anne Jannes: Der Fall Uwe Barschel.
- ARD: maischberger – Auftritt als geladener Gast in einer Diskussionsrunde über Tod, Trauer und mögliche Kommunikation mit Verstorbenen (Wikipedia bestätigt den Auftritt, ohne genaues Datum).
Diese Auftritte haben Kim-Anne Jannes zu einer der wenigen medial arbeitenden Personen gemacht, die im deutschsprachigen Raum auch jenseits der esoterischen Szene namentlich erkannt werden.
„Hohe Energien" – die wiederkehrende Beobachtung technischer Störungen
Eine Beobachtung, die Kim-Anne Jannes in mehreren Fernsehauftritten und Interviews erwähnt hat, betrifft die Technik in ihrer Umgebung. Sie schildert, dass in ihrer Nähe immer wieder elektronische Geräte ungewöhnliche Aussetzer haben: Lampen flackern, Bildschirme zeigen Verzerrungen, Mikrofone setzen aus, Aufnahmegeräte funktionieren plötzlich nicht. In einer maischberger-Folge wurde dieses Phänomen während der Sendung selbst sichtbar – das Studio-Signal zeigte Aussetzer in ihrer Anwesenheit. Sie selbst deutet das als Wirkung der „hohen Energien", die ihre mediale Arbeit begleiten. Wer einen wissenschaftshistorischen Vergleich sucht, denkt unweigerlich an den Pauli-Effekt – jene anekdotisch dokumentierte Tendenz, dass in der Nähe des Nobelpreis-Physikers Wolfgang Pauli physikalische Apparaturen überzufällig häufig ausfielen. Beide Beobachtungen wurden bislang methodisch nicht streng nachgeprüft, aber sie werden über Jahre konsistent von verschiedenen unabhängigen Beobachterinnen und Beobachtern berichtet. Bei Pauli waren es seine eigenen Physiker-Kollegen am ETH und in Kopenhagen; bei Jannes sind es TV-Crews und Klientinnen. Eine endgültige physikalische Erklärung hat in beiden Fällen die Wissenschaft nicht.
Seminare und die Flügelwerkstatt
Heute liegt der Schwerpunkt von Jannes' Tätigkeit in der Schweiz. In ihrem Seminarzentrum Flügelwerkstatt (Raum Zürich) und in Mannheim bietet sie regelmäßig mehrtägige Workshops an – zur Schulung der eigenen Wahrnehmung, zur Trauerbegleitung, zu Fragen rund um Sterben und Weiterexistenz, zu medialer Ausbildung. Die Workshops sind in deutscher Sprache und richten sich an Menschen, die das Thema nicht als Show, sondern als ernsthafte persönliche Arbeit angehen wollen. Daneben gibt sie weiterhin Einzelsitzungen.
Ihre Internetadresse ist kim-anne-jannes.ch; auf HeavenConnect findest Du sie unter Beraterprofil Anne.
In unserer Wissens-Übersicht findest Du außerdem eine Videoempfehlung zu Kim-Anne Jannes – die Folge von Geist & Quantenphysik zum Jenseitskontakt im Fall Uwe Barschel.
Was bleibt
- Eine öffentliche, lange Karriere. Kim-Anne Jannes hat ihre mediale Arbeit seit über zwanzig Jahren in deutschen und schweizerischen Medien sichtbar gemacht – ohne Tabu, ohne falsche Versprechungen, ohne Bühnenshow im großen Stil. Das ist ungewöhnlich und macht sie zu einer der erkennbarsten Stimmen des Themas im deutschsprachigen Raum.
- Schwerpunkt Einzelarbeit. Trotz aller TV-Sichtbarkeit ist der Kern ihrer Arbeit die ruhige Einzelsitzung mit Klientinnen und Klienten, die einen Verstorbenen vermissen. Das ist die unspektakuläre, helfende Seite der Mediumschaft.
- Bücher in einfacher Sprache. Ihre Veröffentlichungen, vor allem Das Jenseits und die geistige Welt, sind für eine breite Leserschaft geschrieben – ohne theoretischen Aufwand, mit konkreten Beispielen aus ihrer Praxis.
- Der Fall Barschel. Ihre wohl berühmteste Arbeit – die Sitzung mit Freya Barschel 2010 – behandeln wir separat in einem eigenen Beitrag: Kim-Anne Jannes: Der Fall Uwe Barschel.
- Technik-Phänomen. Die wiederkehrende Beobachtung, dass in ihrer Anwesenheit Elektronik aussetzt, ist anekdotisch, aber konsistent. Sie steht in einer Reihe mit ähnlichen Berichten über andere medial arbeitende Personen und mit dem berühmten Pauli-Effekt aus der Physikgeschichte.
Quellen
- Kim-Anne Jannes: Das Jenseits und die geistige Welt. Meine Arbeit als Medium. Droemer Knaur, München (mehrere Auflagen seit 2014).
- Wikipedia: Eintrag „Kim-Anne Jannes" – mit Biografie und Liste der Fernsehauftritte.
- Spiegel Online: Jenseits-Show „Das Medium": Großer Spuk mit Freya und Uwe, 2010 – zur RTL-Sendung mit Freya Barschel.
- fernsehserien.de: Filmografie Kim-Anne Jannes.
- Eigene Website: www.kim-anne-jannes.ch (mit Hinweisen zu Sitzungen, Seminaren und Flügelwerkstatt).
- HeavenConnect, Beraterprofil: /consultant/27 (Anzeigename: Anne).
